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05.03.2012 / CES LAS VEGAS / Albrecht Gasteiner

FEUERWERK DER INNOVATIONEN

An der 45. Consumer Electronics Show in Las Vegas haben 2700 Aussteller aus aller Welt etwa 20 000 Neuheiten gezeigt. Einige davon werden die Zukunft der Heimelektronik prägen.
Riesiger Publikumsandrang herrschte bei Samsung. Jeder wollte die sagenumwobenen OLED-Bildschirme sehen, und jeder, der sie gesehen hat, war restlos begeistert.

Gerade die zahllosen Kleinfirmen hatten die eine oder andere pfiffige Idee mit­gebracht. Da wurden unglaubliche Mengen von skurrilem Zubehör für iPhones und iPads angeboten, aber auch ein Tablet-Computer für den Unterwasserbetrieb, eine Armbanduhr, die SMS und E-Mails empfängt, eine Skibrille mit eingebauter Videokamera oder auch ein batteriebetriebener Mini-Helikopter, mit dem Amateurspione fast unbemerkt indiskrete Videoaufnahmen von unzugänglichen Gebieten machen können. Gesteuert wird mit dem Smartphone, das dazu auch live das Kamerabild zeigt.

 

Das neueste Gadget für Sportskanonen: Skibrille mit eingebauter Videokamera. Es gibt auch eine Variante als Taucherbrille.

 

 

Immer vernetzter

Vor allem die Grossfirmen stecken immer mehr Computer-Power in ihre Geräte und dehnen damit die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten immer weiter aus. Niemand wundert sich heute mehr darüber, dass man auf einem Telefon fernsehen und auf einem Fernsehgerät E-Mails schreiben kann. Zusehends wird es zur Selbstverständlichkeit, dass Computer, Telefon und Fernsehapparat per Drahtlos-Netzwerk miteinander in Verbindung stehen, sodass jede auf einem der Geräte ankommende oder gespeicherte Information sofort auch auf allen anderen zur Verfügung steht. Der Trend zur Vernetzung geht mittlerweile so weit, dass sogar der digitale Fotoapparat einbezogen wird: Sobald man nach Hause kommt, lädt er automatisch seine neuesten ­Bilder auf den Computer, und auf Wunsch fotografiert er sogar ferngesteuert vom Smartphone. Dass man auf neuesten Smartphones von Samsung nun auch zeichnen und seine mehr oder weniger künstlerischen Werke gleich drahtlos an den Drucker schicken kann, kann da schon niemanden mehr verwundern.

 

Der Drang, jede Art von Information und Unterhaltung jederzeit und überall verfügbar zu haben, bringt auch ganz neue Geräte hervor. So zum Beispiel „Toughpads“, also Tablet-Computer, die auch einen Sturz auf den Boden verkraften. Besondere Aufmerksamkeit erregten in Las Vegas auch „Ultrabooks“, die so klein, schlank und elegant aussehen wie Tablets, diesen aber eine echte Tastatur voraus­haben.

 

Der Eingang zum Stand von LG machte gewaltig Eindruck – und alles in 3D!

 

Immer grösser

Und Fernsehen? Das gibt es in Zukunft fast nur noch zusammen mit Anwendungen aus Internet und Heimnetzwerk. Folglich wird das Zentrum für Information und Unterhaltung im Wohnzimmer immer wichtiger – und immer grösser. 55 Zoll Bildschirmdiagonale gelten in Amerika mittlerweile schon als untere Grenze für Smart TV, Sharp propagierte Geräte mit 70 und 80 Zoll, LG hatte gar eines mit 84 Zoll am Stand. Modelle von Samsung hatten schon eine Kamera im Rahmen eingebaut, für das Skypen.

 

Nach wie vor suchen die grossen Firmen nach Wegen, die Bedienung der immer komplizierter werdenden Geräte zu vereinfachen. An der CES gab es Versuche mit Sprach- und Gestensteuerung. Doch wer will schon vor ­seinem Fernseher herumhampeln oder ihn anbrüllen? Auffallend hingegen, dass es auf dem Gebiet von 3D nicht viel Neues zu sehen gab. Toshiba demonstrierte sein brillenloses Verfahren, während bei 3D mit Brille das zunächst nur von LG vertretene Polarisationssystem mit der leichten Passivbrille an Boden gewinnt. So darf als sicher gelten, dass nach Toshiba und Philips bald auch Panasonic solche Bildschirme anbieten wird. Die Einschränkung, dass man heute beim Polarisations­verfahren nur die halbe HD-Auflösung zu sehen bekommt, wird aufgehoben, denn an der CES hat ein neuer Trend seinen Anfang genommen, der zweifellos rasch an Schwung gewinnen wird: Bildschirme der Spitzenklasse werden in Zukunft vierfache Full-HD-Auf­lösung bieten. Alle grossen Hersteller zeigten sogenannte 4K-Bildschirme mit 3840 x 2160 Bildpunkten, die konventionelle HD-Programme auf noch höhere Bildschärfe hochrechnen und die auch im 3D-Betrieb jedem Auge die volle Full-HD-Auflösung garantieren. JVC und Sony haben schon 4K-taugliche Projektoren, und JVC brachte sogar den ersten 4K-Cam­corder an die Messe.

 

 

Immer klarer

Die grossen Stars der CES waren aber die OLED-Bildschirme von LG und Samsung. Bei einer beeindruckenden Grösse von 55 Zoll nur lächerliche 4 Millimeter dick und bloss 7,5 Kilogramm schwer, begeisterten die organischen Leuchtdioden mit enormem Kontrastumfang von sattem, tiefem Schwarz bis zu strahlender Brillanz und mit Farben von nie gesehener Klarheit. Keine Frage: Hier wurden ganz neue Massstäbe für Bildqualität gesetzt. Kein Pressesprecher wollte sich festlegen, aber es darf als sicher gelten, dass beide Firmen ihre Geräte irgendwann im zweiten Halbjahr in den Handel bringen werden, man munkelt – in der Startphase – von Preisen zwischen 8000 und 10 000 Franken. Ist das der Anfang vom Ende des LCD-Zeitalters?

 

Von so viel koreanischer Dominanz wollte Sony sich nicht ins Abseits drängen lassen, und so lieferte das japanische Vorzeigeunternehmen völlig überraschend eine Weltsen­sa­tion: einen ebenfalls 55 Zoll grossen Auto­lumineszenz-Bildschirm, der aber nicht aus organischen, sondern aus anorganischen, kristallinen Leuchtdioden gebildet wird. Man stelle sich vor: Mehr als 6 Millionen Leuchtdioden, jede einzeln angesteuert! Sony scheute sich nicht, das Gerät im Direktvergleich mit seinem allerbesten LCD-Modell vorzuführen – die Bildqualität war deutlich besser. Das wirft allerhand Fragen auf: War das nur eine Kostprobe nach dem Motto „Wir könnten, wenn wir wollten“, um den ungeliebten Koreanern etwas Wind aus den Segeln zu nehmen? Oder will Sony, das derzeit ja selber keine Fernsehbildschirme herstellt, tatsächlich wieder ins Bildschirmgeschäft einsteigen? Und wenn ja: Wird es gelingen, den Prototyp zur Serienreife zu entwickeln? Wird er dann qualitativ mit den hoch attraktiven OLED-Bildschirmen aus Korea mithalten können? Wann? Zu welchem Preis? Die Antworten darauf kennt heute niemand. Sicher ist jedoch, dass das weltweit das einzige Gerät ist, das die Bezeichnung „LED-Fernseher“ voll und ganz verdient hat.

 

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