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29.09.2012 / Test: Blu-ray-Spieler Philips BDP7700 / Udo Ratai

VOLLES PROGRAMM

Der Blu-ray-Spieler BDP7700 von Philips beeindruckt mit 4K-Upscaling und einem komfortablen Smart-TV-Portal. Das neue Topmodell der Niederländer bringt erstmals Youtube-HD-Videos ins Heimkino.

 

Philips schöpft bei den technischen Möglichkeiten aus dem Vollen: Kaum ein anderer Blu-ray-Player bietet mehr Multimedia-Codecs und Internet-Applikationen. Vielversprechend klingt das 4K-Upscaling. Was es hält, lässt sich aber klären, wenn 4K-Displays verfügbar werden.

 

4K bei Filmen und Fotos

Zurzeit bietet nur Sony mit dem SXRD-Projektor VPL-VW1000ES (Test in HE 5/2012) ein Wiedergabegerät an, das 4K-Signale über ein einzelnes HDMI-Kabel entgegennimmt. Dabei wird der 4K-Kinostandard mit 4096 x 2160 Bildpunkten bei 24 Hertz genauso unterstützt wie QFHD-Signale mit 3840 x 2160 Pixeln in den Bildwechselfrequenzen 24, 25 und 30 Hertz. Leider stand den Testern zum Testzeitpunkt kein 4K-Projektor zur Verfügung, weshalb die 4K-Erprobung des Philips BDP7700 verschoben werden musste. Laut Hersteller kann er Fotos über USB in nativer 4K-Auflösung ausgeben. Ob diese – wie bei Sonys erstem 4K-Player BDP-S790 (siehe HE 5/2012) – tatsächlich nur in QFHD-Qualität (3840 x 2160 Pixel mit 24 Hertz) dargestellt werden und ob sich höher aufgelöste Fotos auf 4K-Auflösung herunterskalieren lassen, konnte noch nicht geklärt werden. Blu-ray-Kinofilme soll der BDP7700 auf 4K-Auflösung hochrechnen können.

 

Ausstattung und Bedienung

Der Player aus niederländischer Entwicklung wird in China hergestellt und kommt in extravaganter Optik daher. Statt hervorgehobener Tasten steuern hinterleuchtete Softkeys auf der Oberseite die Grundfunktionen. Leider dauert es aus dem Stand-by heraus fast 30 Sekunden, bis sich die Laufwerklade öffnen lässt – andere Player reagieren schneller. Das Laufwerk selbst hinterlässt einen soliden Eindruck: Es arbeitet leise, denn einen Lüfter braucht der punkto Stromverbrauch sehr sparsame Philips nicht. Auf einen Schnellstartmodus, der die etwas träge Hochlaufzeit beschleunigt, wurde verzichtet.

 

 

Sonst hat Philips dem BDP7700 ein riesiges Ausstattungspaket spendiert: Der Alleskönner liefert analogen 7.1-Ton an ältere AV-Receiver und kann den rückseitigen USB-Port mittels optionaler USB-Kamera für Skype-Videotelefonate nutzen. Über LAN oder WLAN sowie den USB-Port an der Front spielt er eine Vielzahl von Videocodecs ab (AVCHD, DIVX HD, H.264, VC-1, MPEG-1/2/4 sowie WMV, MKV oder XVID). Leider trüben hier immer wieder Kämme, relativ starkes Ruckeln sowie kurze Hänger (Frame Drops) den Videogenuss, insbesondere bei Halbbild-TV-Formaten (576i, 1080i). Gut gefällt, dass der BDP7700 alle Videodateien eines Ordners der Reihe nach abspielt, ­während viele andere Player nach jedem File stoppen. Auch die Diaschau des Niederländers überzeugt: JPEG- und GIF-Dateien erscheinen in erstklassiger Bildqualität, wobei Fotos im Hochformat automatisch gedreht werden. Lediglich bei 3D-Bildern im MPO-Format muss der Philips passen, obwohl sie 3D-Player von Panasonic und Sony schon länger beherrschen. FLAC-Audiodateien decodiert der BDP7700 ebenfalls nicht, spielt dafür aber MP3-Musik oder verlustlose WAV-Dateien. Dank umfangreichem Smart-TV-Portal mutiert der Philips schliesslich zum tollen Internet-Unterhalter, der neben sozialen Netzwerken auch die Mediatheken von ARD und ZDF sowie HD-Videos von Youtube oder Vimeo beisteuert. Für BD-Live-Downloads benötigt der Philips eine SD-Karte als Zwischenspeicher, die auf der Rückseite eingeschoben wird. Mit „Perfect Cinema“ hat der 4K-Player eine leistungsstarke Videotechnik an Bord. Sie bietet neben drei festen Bildmodi einen Benutzermodus mit siebenfachen Bildreglern sowie eine verbesserte 2D/3D-Konvertierung.

 

 

Komplett: Der zweite USB-Anschluss kann mithilfe einer separat erhältlichen USB-Kamera für die Skype-Videotelefonie genutzt werden. Von WLAN bis zu den analogen 7.1-Tonausgängen sind am 4K-Player von Philips alle wichtigen Schnittstellen vorhanden.

 

Bildqualität

Füttert man den BDP7700 mit Kinofilmen, entpuppt er sich als der beste Blu-ray-Player, den Philips je gebaut hat. Bekannte DVD-Stolpersteine wie Space Cowboys, Sechs Tage, sieben Nächte oder Gladia­tor brillieren mit flimmerfreier Vollbildqualität, feinster Skalierung und fantastischer Detailschärfe. Der Regler „Detailoptimierung“ kitzelt bei Bedarf die letzten Feinheiten aus gut gemasterten DVDs, ohne unfilmisch plakativ zu wirken. Auch Blu-ray-Kinofilme in 2D sowie 3D bieten diese Perfektion und lassen sich im Bild justieren. Dafür stehen wirkungsvolle Regler für Helligkeit, Kontrast, Sättigung, Detailoptimierung, Artefakt- und Rauschreduktion sowie eine automatische Kontrastspreizung (ACE) bereit, die dunkle Bild­inhalte satter durchzeichnet. Die HDMI-Pegel bei Luminanz und Farbe stimmen, obgleich der Player nur im YUV-Farbmodus arbeitet und keine RGB-Bilder ­ausgibt. Leider wandelt der BDP7700 gestreamtes Videomaterial der Formate 480i, 576i, 1080/50i und 1080/60i in ruckelnde Bilder um und zeigt bei Bewegung massive Kämme. Bei nativer Ausgabe in 576i be­ziehungsweise 1080i ist dagegen fast alles in Ordnung. Auch Full-HD-Videos mit 60 Hertz, die in die dritte Dimension befördert werden (im Format 720/60p), weisen störende Ruckler und Kämme auf – ein Firmware-Update sollte dieses Problem inzwischen jedoch behoben haben. Trotzdem liefert die 3D-Simulation beim Bond-Film Casino Royale eine erstaunliche Tiefenwirkung. Oft greift die Taktik des Prozessors, mittig platzierte Objekte nach ­hinten und seitliche oder unten befindliche Motive nach vorne zu stellen. Manchmal liegt er aber auch daneben.

 

Tonqualität

Als Besonderheit kann der BDP7700 in dem für Musik und Kino umschaltbaren Surround-Modus „Neo 6“ Stereosignale in 6-Kanal-Ton umwandeln. Der analoge Stereoausgang lässt sich ergänzend zum 5.1-Tonausgang für die Surround-Back-Ausgabe nutzen. Im 7.1-Lautsprecher-Setup sind sämtliche Parameter einstellbar – Boxenabstände in etwas groben 30-Zentimeter- und Pegel in 1-Dezibel-Schritten. Die Frequenzgänge des Mehrkanaltons sind mustergültig, analoger Stereoton klingt präzise und liefert satte 103 Dezibel Rauschabstand. Neu hinzugekommen ist beim BDP7700 der bei analoger Tonausgabe unentbehrliche Lip-Sync-Regler, der den Ton passend zum Display um bis zu 200 Millisekunden verzögern kann.

 

Internet-Unterhaltung mit Smart TV

Ist älteren Flachbildschirmen der Zugang zum Internet verwehrt, springt der Philips BDP7700 mit seinem umfangreichen Smart-TV-Portal ein. Nahezu unbegrenzte Musikunterhaltung liefern Internetradios wie TuneIn und Aupeo, während sich bei QTom und iConcerts nach Genres sortierte Musikvideos finden. Neben diversen Diensten zu den Themen Wetter, Nachrichten, TV-Serien und Kinotrailern gehören auch die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter zum Angebot. Besonders interessant sind die Media­theken von ARD und ZDF, die beinahe HbbTV-Komfort mit aktuellen Nachrichten und gut gefüllten TV-Archiven bieten. Beim ZDF erfüllt die Bildqualität den Zweck allemal, während die ARD-Mediathek nur ruckelige und unscharfe Bilder liefert.

 

Bei der Einrichtung von Smart TV lässt sich ein Kinderschutz aktivieren, der Erwachseneninhalte sperrt. Inzwischen taugt das Internet auch für den HDTV-Genuss, sofern der DSL-Anschluss schnell genug ist. So erschliesst der BDP7700 über Youtube und Vimeo ein stetig wachsendes Videoangebot in guter HD-Qualität. Teilweise laufen die Bilder ruckelfrei und in einwandfreier Bildschärfe. Beim Abspielen von Big Buck Bunny  oder des Trailers The Hobbit – Trailer in 4K  im Full-HD-Format 1080/50i kam es aber häufig zu Aussetzern (Frame Drops). Ferner erinnert die Qualität eher an hochskalierte 720p-Bilder. Ein Check eines in 1080p-Qualität auf Youtube eingestellten Universaltestbilds bestätigt den 720p-Verdacht. Die 4K-Ausgabe von Youtube-Videos ist ohnehin noch Zukunftsmusik – dafür braucht man einen HTPC (Home Theater Personal Computer).

 

Bei der Youtube-Suche nützt eine USB-Tastatur übrigens nichts, da der Philips bloss Zahlen und keine Buchstaben erkennt. Mit dem Web­browser des Philips klappt es dagegen – nur die Tasten „z“ und „y“ sind gegenüber der Deutschschweizer Tastatur vertauscht. Auch per Fernbedienung lassen sich grundlegende Funktionen über eingeblendete Softkeys steuern – per Optionstaste wird eine Zoomfunktion ange­boten. Mit einer USB-Maus kann man sogar das Bild rauf- und runter­scrollen. Leider wird der Mauszeiger nicht eingeblendet und ist deshalb noch nicht nutzbar, um etwa ein Texteingabefeld auf einer Website anzuklicken. Der Philips BDP7700 ersetzt derzeit also keinen Rechner, doch hat er in Sachen Bedienkomfort und aufgrund der Anzahl attraktiver Internetdienste einen grossen Sprung nach vorne gemacht.

 

Fazit

Als zweiter 4K-fähiger Blu-ray-Player auf dem Markt steuert der Philips BDP7700 mit extrascharfer Foto­ausgabe über USB die nächste Displaygeneration an. Auch Kino­filme von DVD bis 3D-Blu-ray zeigt der Player mit makelloser Bildqualität. Beim Deinterlacing von gestreamtem Videomaterial leis­tete er sich aber sichtbare Patzer. Sollten diese inzwischen per Firmware-Update behoben sein, so avanciert der BDP7700 eindeutig zum Referenzspieler.

 

 

Weitere Infos im Web:

http://www.philips.ch
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