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02.06.2012 / Test: Tablet-Rechner Apple iPad 3, Asus EeePad Transformer Prime, Sony Tablet 5 / Achim Barczok, Christian Wölbert

IPAD VS. ANDROID

Apples neues iPad will sich mit einem hochauflösenden Display und schnellem Internet von der Konkurrenz abheben. Die Android-Tablets protzen dagegen mit leistungsfähigen Prozessoren und grosser Ausstattung.
 

 

Die Reaktionen auf das erste iPad waren gemischt. Kein Flash, kein USB, kein SD-Slot, kein richtiges Multitasking, so lauteten die häufigsten Kritikpunkte. Auch wir waren skeptisch. „In der schönen Apple-Welt fühlt man sich schnell eingesperrt“, hiess es im Fazit unseres Tests.

 

Doch die Verkaufszahlen beweisen: Apples Ansatz, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf einfache Bedienung, lange Laufzeit und ein hochwertiges Display, hat sich ausgezahlt. Nicht nur für Apple selbst. Das iPad hat die Tablets aus ihrem zehnjährigen Nischendasein befreit, zahlreichen Konkurrenten den Weg geebnet und tausend kleine Dinge, für die man bisher den PC bemühte, spürbar beschleunigt. In absehbarer Zeit wird in vielen Wohnzimmern ein Tablet liegen.

 

Deshalb ist es fast überflüssig, zu erwähnen, dass auch das dritte iPad kein Flash kann und keinen SD-Steckplatz hat. Apple hat stattdessen die wichtigste Komponente, das Display, noch einmal spürbar verbessert. 2048 x 1536 Pixel zeigt es jetzt, damit verdoppelt sich die Pixeldichte auf 264 dpi. Einfach formuliert: Das neue Display ist doppelt so scharf wie das des Vorgängers. Diese Verbesserung hat allerdings ihren Preis. Das neue iPad ist einen Hauch dicker und schwerer als das iPad 2, weil Apple einen stärkeren Akku einbauen musste, um die gewohnten Laufzeitwerte annähernd konstant zu halten. Diese Taktik wirkt vor allem deshalb riskant, weil das iPad nicht mehr allein steht. Auch Hersteller wie Samsung, Asus, Sony oder Acer bieten schlanke, schicke und schnelle Tablets, einige davon sind günstiger als das iPad. Ihr Betriebssystem, das von Google entwickelte Android, zielt mit seiner Flexibilität und (relativen) Offenheit genau auf die Schwächen von iOS. Auch die Android-Bedienoberfläche passt mittlerweile gut zu Tablets.

 

Für den Vergleich mit dem neuen iPad haben wir das edel wirkende Eee Pad Transformer Prime von Asus sowie das besonders leichte Sony Tablet S ausgewählt.

 

Displays

Kein anderer Teil ist bei einem Tablet so wichtig wie das Display, denn es ist Darstellungsfläche und Eingabeoberfläche zugleich. Apple hat beim neuen iPad kräftig vorgelegt: Es löst mit 2048 x 1536 Pixeln auf, das entspricht 3,1 Millionen Bildpunkten – viermal so viele wie im Vorgänger, dem iPad 2 (1024 x 768). Damit kommt das iPad-Display bei 9,7 Zoll Diagonale auf eine Pixeldichte von 264 dpi. Zwar reichen die 160 dpi des Sony Tablet S und die 150 dpi des Asus Eee Pad Transformer Prime vollkommen aus, um angenehm Texte zu lesen und Bilder zu betrachten, doch nur auf dem iPad 3 sehen sie knackscharf und wie gedruckt aus. Den grössten Nutzen zieht man daraus bei Fotos, im Brow­ser, bei E-Books und bei PDFs: Webseiten-Übersichten kann man auch ohne Hineinzoomen überfliegen, selbst DIN-A4-Dokumente mit kleiner Schrift bleiben für gute Augen in der ganzseitigen Ansicht lesbar.

 

Apple nennt die dritte Generation des iPad nur „neues iPad“. Grösste Besonderheit ist die hohe Auflösung von 2048 x 1536 Bildpunkten.

 

Die Auflösung nutzen derzeit alle von Apple programmierten Apps wie die Standardausstattung, Garage Band und iPhoto aus, die meisten übrigen Anwendungen waren zum Testzeitpunkt noch nicht optimiert: In diesem Falle skalieren Vektorgrafiken und Texte in der Regel automatisch hoch, Grafiken bleiben aber pixelig. Einige Apps stürzten auf dem neuen iPad rekonstruierbar ab oder ruckelten beim Zoomen, hier müssen Entwickler nachbessern.

 

Als einziges Tablet im Test deckt das neue iPad den gesamten sRGB-Farbraum ab, was man vor allem an satteren Rot- und Blautönen bemerkt. Die Farbtemperatur ist ausserdem wärmer und wirkt sehr natürlich. Einen ähnlichen Farbraum bieten sonst Spitzen-Notebooks und gute Desktop-Monitore. An die farbkräftigen AMOLED-Displays wie das von Samsungs Galaxy Tab 7.7 kommt es aber nicht heran.

 

Mit Helligkeitswerten von über 300 cd/m² und einem Kontrast von ungefähr 900 bis 1000:1 liegen die iPads und das Sony Tablet S im guten Tablet-Mittelfeld. Das Asus Eee Pad Transformer Prime ist sogar noch etwas kontrastreicher (1226:1) und leuchtet im „Outdoor“-Modus mit über 500 cd/m² extrem hell. Tatsächlich erkennt man im Sonnenlicht ein bisschen mehr, doch gegen die spiegelnde Frontscheibe kommt auch das Plus an Helligkeit nur mässig an.

 

Formatfragen

Mit seinem 4:3-Format eignet sich das iPad-Display wunderbar für hochauflösende Fotos, Magazin- und für Buchseiten. Für Filme im Kinoformat hingegen sind die breiten 16:10-Displays des Prime und des Sony-Tablets besser. Sie müssen allerdings 1080p-Inhalte auf die maximale Display-Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten herunterrechnen, während das iPad-Display sie mit allen Bildinformationen und damit schärfer darstellen kann. Per optional erhältliches HDMI-Kabel geben das iPad und das Prime ihren Display-Inhalt mit 720p-Qualität auf einem externen Bildschirm aus. Videos spielen sie sogar mit 1080p ab. Dazu benötigt das iPad den rund 40 Franken teuren AV-Adapter.

 

Hardware

Das Design des iPad 3 mit seinem schwarzen oder weissen Display-Rahmen und der Alu-Rückseite erkennt man sofort. Das Gehäuse ist 9,7 Millimeter dick und damit um etwa 0,5 Millimeter dicker als beim iPad 2, die Rückseite ist etwas markanter gewölbt. Im Innern hat Apple einen deutlich stärkeren Akku eingebaut, das Tablet wiegt dadurch um etwa 60 Gramm schwerer (insgesamt 669 Gramm). Ein weiterer Unterschied fällt auf, wenn es unter hoher Last arbeitet: Dann erhitzt es sich stärker: Wir massen an einem sonnigen Büroplatz auf der Tablet-Rückseite bis zu 40 Grad und damit 5 Grad mehr als beim iPad 2. Asus hat sich beim Eee Pad Transformer Prime anscheinend ebenfalls am iPad orientiert. Es hat durch das 16:10-Display aber eine länglichere Form und ist dünner und leichter als die iPads. Das Sony Tablet S fällt dagegen aus der Reihe: Statt einer dünnen Tafel hat es die Form eines Keils, der an der dünnsten Stelle 1 Zentimeter, an der dicksten 2 Zentimeter misst. In dieser Form liegt das Tablet im Querformat gut in der Hand, hochkant muss man sich an die unterschiedlich dicken Seiten aber gewöhnen. Auf dem Tisch liegt das Display schräg auf, was angenehmer beim Spielen und Tippen ist.

 

Leistung und Speicher

Der im Asus Eee Pad Transformer Prime steckende Chip Tegra 3 vom Grafikspezialist Nvidia hat vier Kerne. Diese laufen mit maximal 1,4 GHz und bekommen einen fünften Kern mit 500 MHz zum Stromsparen bei einfachen Aufgaben zur Seite gestellt. Die übrigen drei Tablets arbeiten mit Doppelkern-Chips und 1 GHz: Das Sony-Tablet setzt den Tegra 2 von Nvidia ein, Apple baut seinen eigenen Chipsatz A5X ein. Bei den Leistungsvergleichen (Benchmarks) hat das Transformer Prime klar die Nase vorn: Es erreicht mit etwa 13 000 Punkten einen mehr als doppelt so hohen und damit besseren Wert als die Konkurrenz.

 

Im Browser liegen das iPad und das Prime bei der Aufbaugeschwindigkeit gleichauf. Beim Zoomen und Scrollen stottert das Prime jedoch gelegentlich, das Sony hinkt hinterher – das bestätigen auch die Er­gebnisse verschiedener Browser-Benchmarks. Als Flashspeicher für Anwendungen und Medien stehen beim iPad und beim Asus Transformer Prime je nach Modell bis zu 64 Gigabyte, beim Sony Tablet S bis zu 32 Gigabyte Speicher zur Verfügung, bei den Android-Tablets kann er mit Speicherkarten erweitert werden.

 

Datenfunk und GPS

Alle vier Tablets haben WLAN mit 802.11n an Bord, das iPad funkt sowohl im 2,4- als auch im 5-GHz-Band. Unterschiede in der Konnektivität bemerkten wir vor allem in Distanzen ab 15 Metern zum Router. Dann hatte das Transformer Prime Probleme, eine stabile Verbindung aufzubauen, und kämpfte mit abfallenden Datenraten. Noch mehr Schwierigkeiten hat das Prime beim GPS-Empfang, wir konnten selbst bei idealen Bedingungen erst nach mehreren Minuten unsere Position bestimmen. Asus hat die Funktion inzwischen aus den Prime-Spezifikationen gestrichen. Die übrigen Tablets fanden dagegen fix eine Position und lassen sich auch zur Navigation im Auto einsetzen. Beim iPad haben nur die UMTS-Modelle GPS eingebaut.

 

Abgesehen vom WLAN-Tablet Asus Prime gibt es von jedem auch UMTS-Modelle. Apple nennt es „Wi-Fi + 4G“, weil Letzteres in Nordamerika auch die Funknetze der nächsten Mobilfunk-Ausbaustufe LTE mit bis zu 73 Mbit/s unterstützt. Auch das europäische iPad funkt prinzipiell in LTE-Netzen, doch derzeit nicht in den hierzulande gebräuch­lichen Frequenzbändern. Trotzdem kann man auch in der Schweiz von einem Geschwindigkeitsschub profitieren, denn das iPad 3 lädt über UMTS mit dem Daten­beschleuniger DC-HSDPA+ mit bis zu 42 Mbit/s herunter. Das Sony Tablet S bringt es theoretisch auf 14,4 Mbit/s, im Uplink schaffen alle maximal 5,7 Mbit/s.

 

Laufzeit, Zubehör und Kameras

Um trotz der hohen Auflösung Laufzeiten wie beim iPad 2 zu erreichen, hat Apple die Akkukapazität beim iPad 3 fast verdoppelt: Die 42,5 Wattstunden entsprechen einem Subnotebook-Akku. An die rekordverdächtigen Laufzeiten des iPad 2 (je nach Aufgabe 9 bis 11,6 Stunden) kam es im Labor nicht heran: Vor allem beim Videoschauen, aber auch bei 3D-Spielen ist nach 8,5 beziehungsweise 8,2 Stunden und damit ein kleines Stück früher die Luft raus. Es bleibt aber immer noch deutlich vor dem Sony Tablet (5 bis 7 Stunden). Das Transformer Prime liegt mit 5,6 bis 9,6 Stunden etwa dazwischen, kann die Laufzeit über das bei der 32-Gigabyte-Version mitgelieferte Tastatur-Dock aber noch einmal um etwa 60 Prozent aufstocken. Alle Laufzeiten beziehen sich auf eine normale Helligkeit von etwa 200 cd/m², bei voller Helligkeit reduzieren sich die Laufzeiten drastisch.

 

Der hohe Stromverbrauch des iPad 3 führt zu deutlich längeren Ladezeiten: Bei ausgeschaltetem Display dauerte eine komplette Ladung etwa 6 Stunden, beim AsusPrime sind es etwa 4 und beim Sony-Tablet 3 Stunden. Im laufenden Betrieb brauchte das neue iPad bei normaler Helligkeit bis zu 18 Stunden, bei voller Helligkeit entlud es sich bisweilen sogar schneller, als es das Netzteil aufladen konnte.

 

Das Tastatur-Dock des Eee Pad Transformer Prime bietet nicht nur einen Zusatzakku: Es ergänzt Anschlüsse wie USB-Host, über den sich auch Game-Controller anschliessen lassen, und baut das Tablet mehr oder weniger zum Android-Notebook mit winkelverstellbarem Display um. Weiteres Zubehör gibt es von Asus wie von Sony kaum. Die grösste Auswahl bietet Apple, von den pfiffigen „Smart Covers“, die per Magnet ans Tablet andocken, über Navi-Halterungen bis hin zu Solar-Ladeteilen und Akkupacks.

 

Das Asus Eee Pad Transformer Prime hat unter den Android-Tablets derzeit die beste Ausstattung und setzt die Vierkern-CPUs Tegra 3 von Nvidia ein.

 

 

An eine gute Smartphone-Kamera kommt am ehesten die des Transformer Prime heran: Sie löst mit 8 Megapixeln auf, hat einen LED-Blitz eingebaut und macht scharfe Fotos mit vielen Details, die selbst bei schlechten Lichtverhältnissen wenig rauschen. Android liefert eine ganze Reihe an Einstellmöglichkeiten mit. Auch die damit gedrehten 1080p-Videos sind ordentlich, wenn man einmal von den blassen Farben und dem fehlenden Touch-Fokus absieht.

 

Die 5-Megapixel-Kamera von Sonys Tablet macht sehr scharfe Fotos mit leichtem Farbrauschen, braucht aber zum Auslösen mit über einer Sekunde viel zu lang. Blitzschnell geht das Auslösen mit einer Zehntelsekunde dagegen auf dem iPad 3; dessen Kamera (5 Megapixel) nimmt die schönsten Farben auf, Fotos und auch 720p-Videos sehen aber ­ziemlich griesselig aus und rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen besonders stark. Bei den VGA-Frontkameras schenken sich die drei Tablets nichts: Für Videotelefonie reichts gerade noch so. Anders als bei Android kann man in der Kamera-App von iOS nichts einstellen, nicht einmal die Auflösung.

 

Betriebssystem und Apps

Für ein Touch-System ist Apple iOS zum Beispiel bei der Textein­gabe ziemlich flott: Die virtuelle iPad-Tastatur reagiert flüssiger und fügt Umlaute fixer ein als ihr Android-Gegenstück. Dieser Geschwindigkeitsvorteil macht sich selbst bei Texten aus nur drei Sätzen bemerkbar, bei längeren umso deutlicher. Auch das Markieren und Einfügen von Text klappt auf dem iPad schneller.

 

Das iPad 3 und die Android-Tablets bieten eine weitere Eingabe­methode: Spracherkennung. Je länger der Text, desto eher lohnt sich das Diktieren samt Korrektur falsch verstandener Wörter. Die wichtigsten Unterschiede: Apples Wortschatz ist nicht so aktuell wie der von ­Google. Modebegriffe wie „Burnout“ oder „Stresstest“ erkennt nur Android. Trotzdem erfordert das Apple-System weniger Nacharbeit – es beherrscht Gross- und Kleinschreibung und setzt Satzzeichen. Das Google-System schreibt alles klein und versteht nur Punkt und Komma.

 

Multitasking und Geschwindigkeit

iOS beendet die meisten Apps, wenn man sie schliesst. Deshalb verbinden sich Chat-Programme wie ICQ oder IM+ nach jedem Aufruf neu mit ihrem Server, was einige Sekunden dauert und Chatter auf Dauer nervt. Bei vielen anderen Apps bemerkt man diesen Unterschied zwischen iOS und Android aber nicht. Auf dem iPad springt man durch Streichen mit vier Fingern sogar etwas schneller zwischen Apps hin und her als unter Android.

 

Sonys Tablet S fällt durch das keilförmige Design auf. Für Gelegenheitsnutzer sind die Leistungen angemessen.

 

Auch der subjektiv empfundene Bedienungsfluss spielt eine grosse Rolle: Wie schnell folgt der Bildausschnitt beim Scrollen dem Finger? Wie flüssig bewegen sich Symbole und Fotos über den Schirm? Hier sammelt iOS mehr Punkte als Android. iOS 5 läuft auf iPad 3 einwandfrei, Android-3-Tablets ruckeln bald mehr, bald weniger, aber meistens spürbar. Das noch kaum verbreitete Android 4 fühlt sich auf dem schnellsten Android-Tablet, dem Asus Transformer Prime, meistens so flüssig an wie iOS, nicht aber beim Scrollen über komplexe Webseiten.

 

Will man nur kurz das Wetter, E-Mails oder RSS-Feeds abrufen, ist Android trotzdem oft schneller. Man kann den Startbildschirm nämlich mit kleinen, dynamischen Programmfenstern (Widgets) belegen, die die wichtigsten Neuigkeiten auf einen Blick verraten. Generell gilt bei Android: Der Nutzer kann Bedienung und Optik stärker selbst bestimmen.

 

Apps und Abgleich

E-Mail, Youtube, Maps, Videotelefonie und weitere Apps sind bei iOS und Android inklusive. Im Detail unterscheiden sich die Funktionen zwar (siehe Tabelle), aber die meisten Lücken stopft man im Hand­umdrehen mit Programmen aus dem App-Store beziehungsweise aus Google Play (ehemals Android-Market).

 

 

Auch der Abgleich persönlicher Daten ähnelt sich bei iOS und Android. Mit einem iCloud- oder einem Google-Konto sichert man E-Mails, Kontakte, Termine und Fotos im Netz und gleicht sie mit dem Smartphone oder PC ab (iCloud erfasst sogar Notizen und Aufgaben). Das Google-Konto und der Exchange-Server sind von beiden Systemen aus erreichbar, die iCloud nur von iOS aus.

 

 

 

  

Für die restlichen Daten auf dem Tablet bietet nur Apple eine umfassende Backup-Strategie: Mithilfe von iTunes legt man über USB oder WLAN eine Komplettsicherung auf dem heimischen Rechner ab. Eine Art Kompakt-Backup ohne Apps kann man auch in der iCloud ablegen. Beides erleichtert den Umstieg auf ein neues iPad. Unter Win­dows benimmt iTunes sich manchmal allerdings störrisch. Google bietet zwar ein Cloud-Backup, das funktioniert unseren Erfahrungen nach aber nicht ­zuverlässig. Auch die Sync-Programme der Android-Tablet-­Hersteller machen kein Komplett-Backup, was den Umstieg auf neue Geräte erschwert. Will man nur schnell ein paar Bilder, PDFs oder neue Musik aufs Tablet schieben, macht Android wiederum dem Nutzer das Leben leichter: Die Geräte melden sich am PC als USB-Laufwerk an. Beim iPad muss man hingegen das schwerfällige iTunes starten und Dateien einzeln den passenden Apps zuschieben.

 

Typisch Android: Ein mit Widgets gepflasterter Startbild­schirm liefert viele Infos auf einen Blick. Aber die starre iOS-Optik hat einen Vorteil, sie ist über­sichtlicher.

 

Unterm Strich ist iOS immer noch schneller und pflegeleichter als Android. Google beseitigt die Schwächen zwar recht schnell – Version 4.0 ist stabiler, flüssiger und übersichtlicher als 3.0 –, doch das nützt wenig, wenn die Verbesserungen nicht bei den Nutzern ankommen. Android 4.0 läuft immer noch, obwohl seit Monaten fertig, nur auf wenigen Tablets. Auf zukünftige Android-Versionen bezogen, heisst das: Wer sich jetzt ein Android-4-Tablet kauft, kann nicht sicher sein, ob das Gerät in einem Jahr noch auf der Höhe der Zeit ist.

 

App-Stores und Inhalte

Kaum ein Tablet-Nutzer beschränkt sich aufs Surfen und E-Mailen. Schliesslich gibt es in den von Apple und Google verwalteten Shops viele spannende Apps, an die man per Browser nicht herankommt. Ausserdem sind diese Läden eine verführerische Quelle für Musik und E-Books, für Zeitschriften und Filme sogar meist die einzige.

 

 

Die Stores offenbaren den grössten Unterschied zwischen der ­Apple- und der Google-Welt: Apples Angebot ist in fast allen Kate­gorien viel grösser, nur bei Büchern und Musik liegt Google auf dem ­gleichen Niveau, weil Amazon seine E-Books und MP3s auf beiden Plattformen verkauft. Beim App-Angebot lohnt auch ein Blick hinter die nackten Zahlen: Die meisten für das iPad entwickelten Apps nutzen die Bildschirmfläche sinnvoll aus. Für Android gibt es zwar insgesamt mehr Apps, aber viele davon zeigen auf Tablet-Displays nicht mehr Informa­tionen als auf einem Smartphone-Schirm – die zusätzliche Fläche füllen sie einfach mit Weissraum.

 

Ob Android diesen Rückstand aufholt, ist schwer abzuschätzen. Selbst wenn in Zukunft mehr Android-Tablets als iPads verkauft werden, heisst das nicht, dass Entwickler, Labels und Verlage sich auf die Plattform stürzen. Android erfordert im Vergleich zu Apples iOS einen höheren Entwicklungsaufwand, weil es zig Hardware-Varianten gibt. Gleichzeitig haben nur wenige Android-Nutzer ihre Kreditkartendaten bei Google hinterlegt. Hoher Entwicklungsaufwand bei geringer Zahlungsbereitschaft der Kundschaft – das schreckt ab. An der fragmentierten Hardware-Landschaft wird Google nichts ändern, aber vielleicht kann man in Zukunft im Play-Store auch mit Gutscheinen bezahlen – wie bei Apple.

 

 

 

Fazit

Apple liegt mit dem iPad 3 vor den Android-Tablets. Mit dem hochauflösenden und farbkräftigen Display, der leistungsfähigen Grafikeinheit und der immer noch guten Laufzeit bietet es derzeit die beste Tablet-Ausstattung. Im Alltag stört vor allem die lange Ladezeit.

 

Unter den Konkurrenten kann das Asus Eee Pad Transformer derzeit die meisten Punkte sammeln: Es ist das einzige Android-Tablet, das eine ruckelfreie Oberfläche bietet und weitgehend flüssig läuft. Dazu kommen ein helles Display und eine schnelle Grafikeinheit. Sonys ­Tablet S gefällt mit der interessanten Form und dem etwas grösseren Medienangebot, schwächelt aber bei der Hardware.

 

Das Betriebssystem ist bei Apple pflegeleichter, bei Android passt man dank Widget-System und Einstellmöglichkeiten die Oberfläche besser an die eigenen Bedürfnisse an und blendet eingehende Infor­mationen schon auf dem Startbildschirm ein. Auch lässt Google ein bisschen mehr Freiheiten: Man kann eigene Software aufspielen und muss nicht über iTunes synchronisieren.

 

 

 

 

Weitere Infos im Web:

http://www.apple.com/chde
http://www.asus.ch
http://www.sony.ch
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