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24.05.2012 / Test: Philips Fidelio L1 / Martin Freund

EIN HAUCH VON LUXUS

Die Nachfrage nach hochwertigen Kopfhörern steigt kontinuierlich.Dabei muss man auch für top verarbeitete Luxusmodelle kein Vermögen mehrauf den Verkaufstisch blättern, wie der neue Fidelio L1 von Philips beweist.
 

Das neue Kopfhörer-Topmodell L1 läuft unter dem Fidelio-Label, welches durchweg hochentwickelte und aufwendig gefertige Produkte aus dem Hause Philips kennzeichnet. Der L1 macht da keine Ausnahme. Ein ausgesuchter und durchdachter Materialmix inklusive Lederapplikation verleiht ihm augenscheinlich eine hohe Wertigkeit, sollte sich aber auch in der Hörpraxis auszahlen.

 

Stabile Konstruktion

Ohrmuscheln aus Aluminium reduzieren unerwünschte Vibrationen und minimieren so den Verlustfaktor des Gehäuses. Dieses ist halboffen ausgelegt, wobei ein fein gewebtes, schalldämpfendes Metallgitter die relativ kleine, akustisch definierte Öffnung belegt. Die nach hinten halboffenen Muscheln bieten zusammen mit den gut abdichtenden Ohrpolstern eine für diese Bauart überdurchschnittliche Klangisolation in beide Richtungen und ermöglichen sowohl zu Hause wie auch unterwegs zumindest das halbprivate Musikvergnügen. Die bequemen, ohrumschliessenden Polster aus weichem Schaumstoff tragen im Übrigen auch zur satten Tieftonwiedergabe des Fidelio bei.

 

Wertige Materialien und hoher Tragekomfort zeichnen den Fidelio L1 von Philips aus. Das sympathische Design offenbart einen gewissen Retro-Touch.

 

 

Der L1 verfügt über einen sehr stabilen Aluminium-Bügel. Die ganze Konstruktion wirkt wertig und langlebig. Damit eignet sich der Fidelio trotz seinem Gewicht von rund 360 Gramm durchaus mal für den bewegten Einsatz. Hierbei trägt man ihn sehr sicher und dennoch komfortabel. Für diesen Einsatzzweck haben ihm die Entwickler auch eine einfügbare Kabelfernbedienung spendiert: Sie bietet Tasten für die Steuerung von Lautstärke, Wiedergabe und Pause bei Apple-Playern. Mit dem integrierten Mikrofon sind ausserdem Telefonate möglich, wenn der Hörer an ein iPhone angeschlossen ist.

 

Angewinkelte Membranen

Die für den L1 neu entwickelten Schallwandler verfügen über eine Art Reflexöffung. Dadurch sollen tiefere und mittlere Frequenzen verstärkt werden. Die Treiber sitzen ausserdem nicht parallel zum Ohr, sondern leicht angwinkelt in der Muschel. So treffen die Schallwellen mit geringen Laufzeitunterschieden beim Gehörgang ein – ein bewährtes Rezept für das Erzielen eines räumlicheren Klangeindrucks. Starke Neodymium-Magnete und eine besonders leichte Schwingspule sollen dem L1 zu einer straffen Impulswiedergabe und einem guten Wirkungsgrad verhelfen. Tatsächlich kann er auch an einem iPhone lauter agieren, als es auf Dauer gesund wäre. Der schon bei linearem Betrieb beeindruckende Bass schont ausserdem die Batterie des Portable-Players, denn auf eine Milliwatt-hungrige Anhebung des Equalizer kann man bei diesem Kopfhörer getrost verzichten.

 

Die ansteckbare Kabel-fernbedienung mit eingebautem Mikrofon kann Grundfunktionen wie etwa Lautstärke von iPod und iPhone steuern.

 

Räumlicher und voluminöser Klang

Auch im Heimeinsatz zeichnet sich der Fidelio durch eine voluminöse und druckvolle, dabei noch gut konturierte Tieftonwiedergabe aus. Erst teurere Hörer (der 600-Franken-Klasse) zeigen, dass Bässe noch straffer und luftiger daherkommen können. Männerstimmen wirken minimal eingedickt, weisen andererseits ein schönes Grundtonvolumen auf. Insgesamt hinterlässt der Fidelio dennoch einen sehr präzisen und dynamischen Klangeindruck. Dafür zeichnen anspringende, transparente Mitten und Höhen verantwortlich, die jedweder Musik einen vitalen Charakter verleihen. Das Schöne dabei: Der L1 wird nie aufdringlich oder gar spitz, sondern bleibt kultiviert und ausgewogen. Der Hochtonbereich ist nämlich wohl dosiert, sodass sich Durchhörbarkeit und Genussfaktor die Waage halten. Damit eignet sich dieser Hörer genauso für Pop/Rock wie für Klassik. Auch Freunde akustischer Instrumentalmusik kommen voll auf ihre Kosten, denn der Philips kann eine sehr hohe Verfärbungsfreiheit für sich in Anspruch nehmen. Punkto Räumlichkeit lässt sich ebenfalls nur Positives berichten: Zwar gibt es (teurere) Hörer mit einer noch weiträumigeren Wiedergabe, dennoch bekommt man vom L1 eine gut lokalisierbare, plastische Abbildung des Musikgeschehens geboten. Auch die bei Kopfhörern so oft vermisste Vorne-Ortung fällt mit dem Fidelio leicht: Das Klangbild bleibt nicht im Hinterkopf kleben, sondern wird schön aufgefächert.

 

Fazit

Mit seinem guten Wirkungsgrad und dem straffen, dennoch komforta-blen Halt eignet sich der Fidelio L1 genauso für anspruchsvolle Mobilanwender wie für Musikgeniesser zu Hause. Stellt man die tolle Verarbeitung und die hohe Klangqualität dem fairen Preis gegenüber, so kann man für diesen Hörer mittelfristig einen Spitzenplatz in der Beliebtheitsskala prognostizieren.

 

 

 

Weitere Infos im Web:

http://www.philips.ch
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