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30.04.2012 / Editorial / Lothar Brandt, Chefredaktor

VOR ODER ZURÜCK

Keine Frage, sie schreitet voran, unsere Welt. Jedenfalls der Teil von ihr, mit dem sich Home Electronics beschäftigt. Der Fortschritt scheint sein Tempo immer mehr zu beschleunigen – womit er sicher einige Zeitgenossen buchstäblich hinter sich lässt.

 

So manch einer steigt aus im Rennen um immer kleinere, immer smartere, immer vielfältigere und immer schwerer zu beherrschende Unterhaltungselektronik. Für etliche ist es Fortschritt genug, wenn ein Traditionshersteller wie Accuphase die Klangqualität seiner Produkte in kleinen, nachvollziehbaren Schritten weiterentwickelt – siehe Seite 32. Und sie fühlen sich in ihrem Credo „Lieber eines richtig können als vieles nur halbwegs“ bestätigt, wenn einige Fotokameras beim Video-grafieren nur mässig abschneiden – siehe Seite 42.

 

 

Das ist das Paradoxe am Fortschritt – er kennt nicht nur eine Richtung. Hinsichtlich Nutzwert und Qualität driften zudem die Urteile mächtig auseinander. Schwierig wirds erst recht beim ästhetischen Fortschrittsbegriff wie in der Musik, wo ihn einige Volksaufklärer und Propagandisten der Moderne missbrauchen im Sinne von: Fortschritt bedeutet möglichst weit weg fortgeschritten vom Publikum, von dessen Aufnahmefähigkeit und -willen. Manche dieser freudlosen Weltverbesserer wollen uns Fortschrittlichkeit als Qualitätsmassstab verkaufen nach dem Motto: Je neuer, je doller. Welch ein Humbug! Als ob Palestrina, Mozart oder Lennon/McCartney weniger vollendete Musik geschrieben hätten als Schönberg oder Sonic Youth. Die Formel „fortschrittlich = ungeniessbar = besser“ habe ich nie akzeptieren können und werde sie wohl auch – ich bin ja schliesslich schon im fortgeschrittenen Alter – nie verstehen.

 

Dabei habe ich mir ein fast kindliches Staunen bewahren können über die fantastischen Möglichkeiten moderner Unterhaltungselektronik. Vor allem, wenn es auf Anhieb funktioniert. Doch gerade meine Bewunderung lässt mich werben für einen erweiterten Fortschrittsbegriff: Wie wärs mit weiteren Fortschritten bei Bedienkonzepten und Verständlichkeit?

 

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