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16.06.2011 / Filmkritiken / Dani Maurer

ALLÔ! ALLÔ!

Rührige Geschichten, harte Action oder amüsante Dialekt-Komödie - französische Filme begeistern das anspruchsvolle Publikum. Hollywood sollte sich daran ein Beispiel nehmen.

Titel: Der kleine Nick (Le petit Nicolas)
Jahr: 2009
Regie: Laurent Tirard
Schauspieler: Maxime Godard,Valérie Lemercier, Kad Merad
Hersteller/Vertrieb: Frenetic FilmsHersteller/Vertrieb: Frenetic Films

 

Nicolas hat ein gutes Leben. Seine Eltern haben sich lieb, die Schule nervt noch nicht sonderlich, und seine Freunde sind die besten, die er sich vorstellen kann. Als einer von ihnen ein Brüderchen bekommt, befürchtet Nicolas, dass dessen Eltern seinen Freund nun im Wald aussetzen werden. Auch Nicolas droht Ungemach: Er muss dasselbe Vorhaben seiner Eltern verhindern, denn nur so ist seine Zukunft weiterhin sorgenfrei.

 

Der kleine Nick (Le petit Nicolas) ist eine herzige Angelegenheit. Die Kinderbuchreihe hat Asterix-Erschaffer René Goscinny geschrieben, und die Verfilmung wurde 2010 unter der Regie von Laurent Tirard ein Grosserfolg in den französischen Kinos. Lausebengel, strenge Lehrer und mittendrin Kad Merad als überforderter Vater, der sich gegen allerhand Streiche behaupten muss. Zugegeben, einzelne Szenen mögen ein bisschen gewöhnungsbedürftig sein, aber das war bei Mein Name ist Eugen auch nicht anders. In technischer Hinsicht macht die DVD einen sehr guten Eindruck, Bild und Ton sind gut abgemischt und trans­feriert worden. Das Bonusmaterial darf sich sehen lassen: Vom Making-of bis zu Interviews ist für jeden etwas dabei.

 

Titel: 22 Bullets (L’immortel)
Jahr: 2010
Regie: Richard Berry
Schauspieler: Jean Reno, Kad Merad,Gabriella Wright
Hersteller/Vertrieb: Sony Home VideoHersteller/Vertrieb: Sony Home Video

 

Kad Merad, der gebürtige Algerier, steht auch bei L’immortel (bei uns: 22 Bullets) im ­Mittelpunkt. Allerdings muss er sich hier gegen Jean Reno behaupten, der als ehema­liger Gangsterboss in einer Garage über den Haufen geschossen wird. Wundersamerweise überlebt er diesen Angriff und macht sich auf, angeschlagen und mit unverheilten Wunden, seine Attentäter auszuschalten. Auf seinem Rachefeldzug trifft er eben auch auf Monsieur Merad, der hier so gar nichts mehr von seiner Liebenswürdigkeit ausspielen kann, sondern knallhart handelt. L’immortel ist ein starker Thriller geworden, der von überzeugenden Darstellern und der Mischung aus Action und ruhigen Momenten lebt. Auf der DVD sind ein kurzes Making-of und ein Interview mit Jean Reno zu sehen. Mit Bild und Ton darf man ebenfalls zufrieden sein. Allerdings lohnt es sich, die französische Originalfassung zu schauen, da die deutsche Synchronisation blechern klingt.

 

 

Kurlige einwohner

Kein Bericht über den erfolgreichen französischen Film wäre komplett ohne Willkommen bei den Sch’tis (Bienvenue chez les Ch’tis). Die grandiose Komödie lief 2008 in den Kinos und hat in Frankreich Einnahmerekorde gebrochen. Der Film war auch bei uns beliebt wie frische Croissants. Er erzählt von den Erlebnissen des Postbeamten Philippe, der anstatt an die Côte d’Azur nach Bergues im herben Norden von Frankreich versetzt wird und sich dort mit den kurligen Einwohnern rumschlagen muss. Doch nicht alles ist so schlimm, wie es sich anhört. Schon bald merkt Philippe wie freundlich und hilfsbereit die Menschen sind, und mit ein bisschen Übung lässt sich sogar ihr merkwürdiger, anfangs unverständlicher Dialekt namens ch'timi verstehen.

 

 

Titel: Willkommen bei den Sch’tis
Jahr: 2008
Regie: Dany Boon
Schauspieler: Kad Merad, Dany Boon,Zoé Félix
Hersteller/Vertrieb: Pathé

 

Zu sehen gibt es superbe Situationskomik mit viel Sprachwitz, sympathische Figuren und eine liebevoll arrangierte Geschichte. Die DVD von Bienvenue chez les Ch’tis ist technisch einwandfrei und bietet ein paar nette Extras, wie zum Beispiel Versprecher oder ein Making-of. Die deutsche Synchronisation sollte man allerdings sein lassen. Die macht Kopfweh.

 

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