Wie kaum ein anderer Komponist fordert Gustav Mahler Dirigenten wie Tontechniker zu Höchstleistungen. Drei neue Einspielungen auf SACD bieten Hochgenuss in jeder Beziehung.
Der Beginn der grossen Mahler-Renaissance vor etwa 52 Jahren verdankt sich auch der stereophonen Aufnahmetechnik. Schon wenige Jahre später jubelte der Wiener Musiksoziologe Kurt Blaukopf, dass Mahlers Sinfonien durch die Stereo-Schallplatte „erlöst“ worden seien. Denn erst sie machte es möglich, die komplexe „Vielstimmigkeit“ von Mahlers Partituren realistisch und so „deutlich“, wie der Komponist es wünschte, wiederzugeben. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde Gustav Mahler (1860–1911) dann auch zum Propheten der Mehrkanaltechnik, die höchste Auflösung und dreidimensionale Akustik hinzufügte. Mittlerweile hat die Mahler-Diskografie die 3000er-Marke erreicht, und noch immer gilt er in der Klassikszene als die Herausforderung für ambitionierte Dirigenten, Orchester und Tonmeister.
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