coach bags outlet coach handbag outle coach outlet online coach factory outlet store coach bags outlet coach outlet sales online coach handbags outlet store coach outlet
Login
E-Mail
Passwort
Fehler
Sie befinden sich hier: Home
24.04.2012 / Test: 4K-Heimkino-Projektor VPL-VW1000ES / Florian Goisl, Udo Ratai

FULL HD IST NICHT GENUG

Grundlegend innovativ und mit grandiosem Bild: Sonys brandneuer 4k-Projektor VPL-VW1000ES ist ein Meilenstein der Heimkino-Projektion und beweist,dass Full HD auch für zu Hause nicht das obere Qualitätsende darstellt.
 

Da ist er, der erste echte 4k-Projektor: Der Sony VPL-VW1000ES verfügt über SXRD-Panels mit 4k-Auflösung von 4096 x 2160 Bildpunkten und nimmt progressive 4k-Signale mit 24, 25 und 30 Hertz Bildwechselfrequenz direkt entgegen. Auch bei anderen Eckdaten verschiebt der Sony die Messlatte nach oben, bringt er doch die nötige Grundhelligkeit für grössere Leinwände mit. So definiert er neue Regeln für Bildgrösse und Sehabstand, dazu kommt eine flexible motorische Zoom-, Fokus- und Lensshift-Technik. Die Innovationen dieses wegweisenden Projektors reichen also weit über reine 4k-Auflösung hinaus, wodurch der fürstliche Verkaufspreis von über 20 000 Franken in einem milderen Licht erscheint.

 

Ausstattung und Bedienung

Für den Wechsel von Full HD auf 4k musste Sony die Pixelgrösse von sieben auf vier Mikrometer reduzieren. Auch die Abstände wurden verkleinert, denn nur so passen 4096 x 2160 Bildpunkte respektive 8,8 Megapixel pro Grundfarbe auf den üblichen 0,74-Zoll-Chip. Die feinen Pixel bilden laut Sony eine flachere Oberfläche, was den Kontrast der reflektiven SXRD-Projektion steigern soll.

 

Der 4k-Standard wurde von den führenden Hollywood-Studios entwickelt und weist seitlich 256 Pixel mehr auf als Displays mit Quad-Full-HD-Auflösung (QFHD). Diese liefern exakt die vierfache 1080p-Auflösung, also 3840 x 2160 Bildpunkte. Das breitere 4k-Panel zeigt deshalb ein von 1,78:1 auf 1,8963:1 erhöhtes Seitenverhältnis, was neue Bildformate mit sich bringt. So zoomt der Sony bei Cinemascope-Filmen das Bild in zwei Stufen auf, um die volle Panel-Breite zu nutzen.

 

Zum Projektorgewicht von 20 Kilogramm trägt die riesige 4k-ARCF-Optik bei. Das lichtstarke Objektiv bietet ein sehr weites 2,1-faches Zoom. Der Lens-Shift verschiebt das Bild um 80 Prozent in der Höhe und um plus/minus 31 Prozent in der Breite. Grosse Verschiebungen sollte man bei 4k-Projektion aber vermeiden, obwohl die Optik phänomenal ist und die feinen Pixel messerscharf auflöst. Eine 4k-Leinwand darf im Vergleich zu einer Full-HD-Projektion die doppelte Breite und Höhe und somit die vierfache Fläche bieten. Mit seiner 330 Watt starken UHP-Lampe schafft der Sony tatsächlich Leinwandgrössen bis vier Meter Breite, der Sehabstand darf bis zu sechs Meter betragen. Die Leinwandhöhe erreicht dann ohne Rahmen rund 210 Zentimeter – das 4k-Heimkino sollte man also etwas grösser planen.

 

Zu den Stärken von Sonys SXRD-Technik zählen die schnelle Bewegungsdarstellung mit der zweistufigen Motionflow-Schaltung. Sie lässt sich ebenso wie die Iris-Funktion oder die Menüs für Farbtemperatur, Farbraum oder Gamma mit Direkttas­ten auf der Fernbedienung umschalten. Auch das 3D-Menü mit aktivierbarer 2D/3D-Konvertierung, neun Bildmodi sowie drei Reglern für Helligkeit, Kontrast und Schärfe kann man direkt anwählen.

 

Licht und Farbe

Für normale Heimkinoprojektion empfiehlt sich der sehr genau vorjustierte Modus „Kino Film 1“ mit D65-Farbtemperatur. Ein winziger Farbstich bei Graustufen liess sich im RGB-Gain-Menü durch simples Absenken von Grün und Blau um acht Punkte komplett beseitigen. Das Feintuning schiebt auch die Misch- und Grundfarben noch genauer auf die idealen Punkte des CIE-Segels. Einheitliche Flächen wirken gleichmässig und weisen keine störenden Farbabweichungen durch Shading auf. Zur Lichtstärke von gut 1500 Lumen und zu den tollen Farben gesellt sich ein beeindruckender Kontrastumfang. Schon ohne den Einsatz der Iris schafft der Sony einen nativen Kontrast von 10 900:1. Er lässt sich im Iris-Modus „Auto-Voll“ ohne nennenswerten Lichtverlust dynamisch auf rund 17 000:1 steigern und erzeugt weder Geräusche noch Bildpumpen. Der noch kontrastreichere Iris-Modus „Auto Limited“ ist weniger zu empfehlen: Er kostet ein Drittel an Helligkeit. Auch in Telestellung der Optik geht im Vergleich zum Weitwinkel ein Drittel verloren. Dank der toll vergüteten ARCF-Optik entsteht aber kaum Streulicht, weshalb der ANSI-Kontrast mit 460:1 und der Im-Bild-Kon-trast mit 8000:1 Massstäbe setzen.

 

Verzichtet man auf absolut korrekte Farben und misst die Helligkeit nur in der Mitte, sind sogar gut 1900 Lumen Helligkeit möglich, was erstaunlich nah an der Werkangabe liegt. Lediglich im 3D-Betrieb verliert der Sony viel Licht – mit 120 Lumen durch die 3D-Brille erzielt er keinen Rekordwert.

 

Bildqualität Standard und HDTV

Selbst Videos im Format 576i werden gut auf 4k-Auflösung hochskaliert. Gelegentlich auftauchendes kurzes Flimmern zeigt jedoch, dass Blu-ray-Spieler in der Regel noch bessere Vollbilder liefern. Der Schärferegler im Bildmenü macht das Bild schnell zu plakativ; besser klappt es im Menü „Reality Creation“, wo die Regler Schärfe und Rauschfilter separat beeinflussen. Bei 1080i-Material eliminiert der Sony das Bildflimmern sicher und wandelt NTSC-Kinofilme mit 60 Hertz automatisch in ruckelarme Bilder mit 24 Hertz (Inverse Tele­cine). Schon die niedrige Motionflow-Stufe errechnet weitgehend glatte Bewegungsabläufe. Der Modus „Filmprojektion“ steigert zwar die Bewegungsschärfe schneller Objekte weiter. Der Effekt ist aber eher gering und kostet 30 Prozent Licht.

 

Licht und Kontrast ohne Ende katapultieren Bilder von Blu-ray-Kinofilmen in eine andere Liga. Selbst im Sparmodus der Lampe reicht es für eine 3,3 Meter breite Leinwand. Helle wie dunkle Szenen bekommen in der Gammastufe 2,4 eine unglaubliche Durchzeichnung, Farb­intensität sowie Kontrast und Schärfe. Aber Vorsicht: Der normale Schärferegler wirkt wiederum zu stark und konterkariert das feine 4k-Upscaling mit plakativen Effekten.

 

Bildqualität 4K

In 4k-Auflösung zugespielte Bilder regelt Sonys Video­prozessor dezenter. Im Menü „Reality Creation“ hebt er nur feinste Konturen an oder reduziert Rauschen. Schier unfassbar ist die Schärfe der 4k-Fotos, die zunächst Sonys Blu-ray-Player BDP-S790 (siehe Kasten S. 28) beisteuert. Im Labor erstellte 4k-Testbilder und Fotos der Hasselblad H4D-31 lassen die Tester staunen. Bei Luftaufnahmen von San Francisco oder Las Vegas braucht man Minuten, um die Detailfülle zu erfassen. Als Extra bietet Sony im Übrigen allen Käufern des Projektors ein 4k-Zusatzprogramm für die Playstation 3, sodass auch sie 4k-Fotos ausgeben kann.

 

Dass der Sony eine neue Ära der Heimkino-Projektion einläutet, unterstreichen per PC zugespielte 4k-Videos: Die Nachtaufnahmen amerikanischer Metropolen wirken aufgrund der grandiosen Bildschärfe unglaublich plas­tisch und erzielen eine überragende Tiefenwirkung. 4k eignet sich ganz offensichtlich perfekt für ruhige Einstellungen und langsame Kamerafahrten.

 

Die 3D-Bildqualität

Für den 3D-Betrieb bietet der Sony eigene Bildspeicher: Optimale Farben bei hoher Helligkeit entlockt man dem Projektor im Modus „Kino hell“ (3D). Das Bild leuchtet mit rund 120 Lumen, was nach gängigen Massstäben nur für ein 1,1 Meter breites Bild genügt. Damit zählt der Sony zwar zu den helleren Videoprojektoren bei 3D; manche Modelle machen das aber noch etwas besser.

 

Auf unserer knapp drei Meter breiten Leinwand wirkt das Sony-Bild anfangs düster, doch nach einer gewissen Gewöhnung überwiegt die Faszination. Die Farben gelingen bei reduzierter Farbsättigung (45 statt 70) weitgehend neutral, die Feinzeichnung ist in stillstehenden Motiven und bei Bewegung bestens. Insbesondere die fantastische Bewegungsschärfe, die deutlich besser als bei 2D ist, beeindruckt. So weisen rasante Motive im 3D-Film Avatar klare Doppelkanten auf. Nur mit einer Filmglättung kann der Sony nicht dienen, die „Motionflow Bewegungsverstärkung“ wirkt bei 3D nicht. Geisterkonturen durch Übersprechen fallen nur an kontrastreichen Motiven auf und mindern die Bildqualität kaum. Sehr gut: Das Bild verschlechtert sich bei schräger Kopfhaltung nicht – Helligkeit, Kontrast, Farben und Kanaltrennung bleiben un-verändert. Die beiden mitgelieferten Brillen vom Typ TDG-PJ1 las-sen sich bequem per USB aufladen. Sie bieten trotz des vergleichs- weise hohen Gewichts von 59 Gramm guten Tragkomfort, allerdings ist das Sichtfeld für Brillenträger etwas zu eng bemessen.

 

FaziT

Der VPL-VW1000ES von Sony ist ein Meilenstein. Seine 4k-Projektion setzt bei Helligkeit, Kontrast und Bildschärfe Massstäbe und verdient sich Referenzstatus. Auch wenn 4k-Filme noch Mangelware sind – die überlegene Performance des VW1000ES lässt sich bereits jetzt für Fotos nutzen und bringt ein tolles Blu-ray-Upsca­ling auf die Leinwand. Wer glaubte, Full HD sei genug, wird vom Sony eines Besseren belehrt. Bleibt nur zu hoffen, dass die 4k-Technik bald einmal bezahlbar wird.

 

Share

LESERTREND

Meistgelesene
Neuste Artikel

Aktuelle Ausgabe / Inhaltsverzeichnis

7&8 / 2014: inkl. Dossier zum Thema Fotografieren Heute

 

 

Ausgabe bestellen - Abonnent werden - Schnupperabo lösen

Jahrbuch 2014  

 

 

 

- Weitere Infos

- Ausgabe bestellen

Home Electronics auf dem iPad

Geniessen Sie Home Electronics auf Ihrem iPad und lesen Sie das digitale Ebenbild der Printausgabe mit zusätzlichen multimedialen Inhalten ergänzt.

Der Profi in Ihrer Region

Eine Auswahl von Fachgechäften mit attraktiven Angeboten und professioneller Beratung